Pressemitteilung:
Misere der H2-Strategie der Ruhrbahn trotz erneuter 11,6 Millionen Euro teurer Förderung immer offensichtlicher!
Die Entscheidung der Ruhrbahn, neben der Anschaffung von 53 weiteren Brennstoffzellen-Hybridbussen auch auf moderne Dieselbustechnologie zu setzen, verdeutlicht das Dilemma, dem sie durch Bund- und EU-Vorgaben gegenübersteht. Gefördert werden nach dem „Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz“, das die EU-Vorgabe „Clean Vehicles Directive“ umsetzt, nur batteriebetriebene Elektrobusse, Brennstoffzellen-Hybridbusse sowie Oberleitungsbusse.
Dass diese undurchdachte „Klima-Planwirtschaft“ die harte Realität missachtet, sollte zunehmend für jedermann erkennbar sein.
Die erheblich höheren Anschaffungs- und Betriebskosten von Brennstoffzellen-Hybridbussen im Vergleich zu etablierten – und mittlerweile emissionsarmen – Dieselbussen werden durch beträchtliche Fördermittel verschleiert. Des Weiteren bestehen Herausforderungen hinsichtlich der fehlenden Wasserstoffinfrastruktur, der unzureichenden Verfügbarkeit sowie der exorbitant hohen Kosten für grünen Wasserstoff, ohne den das anvisierte Ziel der Emissionsfreiheit nicht realisierbar ist. Erhebliche Bundesmittel fließen so in ein System, das unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig wäre.
Die Bestellung von 47 modernen HVO-100-Dieselbussen durch die Ruhrbahn ist hierfür ein klares Indiz.
Es wäre zielführender, den öffentlichen Personennahverkehr hinsichtlich höherer Taktung und der Erschließung entlegener Gebiete zu optimieren, während gleichzeitig bewährte Dieseltechnologie weiterhin genutzt werden.
Da die Strategie der Ruhrbahn letztendlich auf EU-Vorgaben basiert, ist eine dringende Kurskorrektur seitens der EU erforderlich. Leider betrifft dies nicht nur den Mobilitätssektor!